Die vielen Gesichter Sardiniens

 

 

Bezauberndes Sardinien

Sardinien ist eine wahre Bilderbuch-Insel voller landschaftlicher und kultur-geschichtlicher Gegensätze. Sie bietet puderzucker-feine Traumstände und Buchten, deren Wasser in allen Blau- und Türkistönen schimmert,  so dass man sich in der Karibik wähnt.
Dazu ist die Landschaft immer wieder von zerklüfteten Granitformationen durchsetzt, die ihr Aussehen den ständigen Kräften von Wind und Wetter zu verdanken haben und der Insel teils auch einen rau-herben Charakter verleihen  Das Landesinnere dagegen bietet eine völlig andere Szenerie: Ausgedehnte Stein- und Korkeichen-Wälder sowie duftende Macchia bestimmen das Bild.

 

Wildes Sardinien

Wanderer finden Ihr Glück im Zentrum der Insel, in dem Gennargentu Nationalpark, wo in der abgelegenen Bergwelt einer der tiefsten Canyons Europas, der Su Gorroppu, zu bestaunen ist. Aus dem Gebirge wieder hinunter zum Meer bahnt man sich seinen Weg durch unterschiedlichste, völlig unerschlossene Naturlandschaften vorbei an malerischen Dörfern und Kleinstädten, bei deren Bewohner archaisch-wirkende Riten und Bräuche noch immer tief verwurzelt sind.   

 

Mystisches Sardinien

Wahrzeichen der Insel sind die überall anzutreffenden sog. Nuraghen - meterdicke Rundtürme, die zur Verteidigung der Insel dienten. Ihre Erbauer, die Nuragher, nutzten sie aber wahrscheinlich auch zu kultischen Zwecken. Die Überreste einer Siedlung bei Barumini stehen mittlerweile auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes.
Die Kultur dieser Ureinwohner, welche die Insel ca. 1.800 v. Chr. besiedelten, birgt bis heute viele Rätsel; denn den Nuraghern war die Schrift unbekannt und somit hinterließen sie der Nachwelt kaum Spuren über ihre Lebensgewohnheiten..

 

Mondänes Sardinien

Eine Siedlung ganz anderer Art, entstand in den letzten 40 Jahren nach den Vorstellungen des Aga Kahn, jenes milliardenschweren Oberhauptes der Ismaeliten. Ganz im Norden der Insel wurde die weltberühmte Costa Smeralda aus der Taufe gehoben. Nach strengen Vorgaben schuf man hier, an einer ehemals gottverlassenen Küstenlandschaft, ein Ferienparadies der Superlative. Ein eigener architektonischer Stil wurde für Hotels, Villen und Ortschaften  kreiert: Der sog. neosardische Stil, der sich nahtlos der rauen Felslandschaft der Gallura anpasste. Inzwischen nimmt man sich diesen Architektur-Mix aus mediterranen und arabischen Elementen mit Rundbögen, kleinen Türmchen und zumeist in zarten Pastelltönen gehalten, überall in Sardinien zum Vorbild.

 

Sardinien – eine Liebe fürs Leben!

Auf Massentourismus und Bettenburgen wie in anderen Regionen des Mittelmeerraumes wurde ganz bewusst verzichtet. So konnte Sardigna, wie die Sarden liebvoll Ihre Heimat nennen, ihre Vielfalt und Schönheit bewahren, die - der Legende nach - einst zu Ihrer Entstehung führte:

"Gott betrachtete am siebten Tag das Werk seiner Schöpfung und blickte auf sein Lieblingsland Italien: Einen übrig gebliebenen Haufen Geröll warf er ins Meer, dann nahm er von allen Ländern ein kleines Stück vom Schönsten weg, um es der neuen Insel hinzuzufügen. Sardinien entstand somit als sein letztes Meisterstück".